Funktionelle bzw. Psychosomatische Störungen

Häufig äußern sich psychische Probleme auch durch eine Vielzahl andauernder körperlicher Symptome, für die trotz gründlicher Untersuchungen keine medizinischen Ursachen gefunden werden konnten. In diesem Fall spricht man von einer funktionellen oder auch psychosomatischen Störung.

 

Wie äußert sich eine funktionelle bzw. psychosomatische Störung?

 

Die Beschwerden dieser psychisch verursachten körperlichen Störungen sind sehr vielseitig und können verschiedene Organe und Körperfunktionen betreffen.

 

Nachfolgend finden Sie die häufigsten Symptome:

 

  • Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Reizdarmsyndrom, Bauchschmerzen, Übelkeit)
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden (z. B. Beklemmungsgefühl in der Brust, Atemnot, Herzrasen)
  • Schmerzen (z. B. Kopfschmerzen, Unterleibschmerzen, Rückenschmerzen)
  • Gestörte Sinneswahrnehmungen (z. B. Sehstörungen, Ohrgeräusche, Schwindel)
  • Beschwerden im Harntrakt (z. B. Schmerzen beim Wasserlassen, vermehrter Harndrang)

 

Da die Symptome der Betroffenen nicht medizinisch erklärbar sind, werden sie von ihren Ärzten häufig nicht ernst genommen, was Depressionen oder Angststörungen zur Folge haben kann.

 

Wie wird eine funktionelle bzw. psychosomatische Störung behandelt?

 

Meistens haben Patienten schon einen langen Leidensweg hinter sich, bevor eine funktionelle oder psychosomatische Störung diagnostiziert und behandelt wird. Um die Symptome und die damit verbundenen psychischen Ursachen erfolgreich zu beheben, ist eine ganzheitliche und vor allen Dingen individuelle Therapie von Nöten. Ein wesentlicher Aspekt in der Behandlung psychosomatischer Störungen spielt die Psychotherapie, die dazu dient, seelische Konflikte oder Stresssituationen aufzugreifen und aufzuarbeiten.

 

Zusätzlich wird die Genesung durch allgemeine Maßnahmen, wie beispielsweise eine gesunde Lebensführung (ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung, Sport u. Ä.), Progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training und einer körpertherapeutischen Behandlung wie Tanztherapie oder Krankengymnastik, unterstützt.

 

Da eine funktionelle bzw. psychosomatische Störung oft lange Zeit unentdeckt bleibt und der Körper sich an die Symptomatik „gewöhnt“, dauert es meist mehrere Monate bis die ersten Therapieerfolge zu erkennen sind.