Panikstörung

Eine Panikstörung gehört zur Gruppe der Angststörungen und wird durch wiederholtes und unvorhersehbares Auftreten von Panikattacken gekennzeichnet. Rund 4 % der Bevölkerung erkranken im Laufe ihres Lebens an einer Panikstörung, die meist vor dem 24. Lebensjahr diagnostiziert wird.

 

Panikattacken und ihre Ursachen

 

Panikattacken, die sich im Rahmen einer Panikstörung unkontrolliert wiederholen, sind plötzliche Gefühle von Angst und Panik, die in Kombination mit einer Vielzahl von körperlichen Symptomen auftreten. Während einer Panikattacke beginnen die Betroffenen stark zu Schwitzen oder zu Zittern, zudem verschnellert sich der Puls. Diese Zustände werden von panischen Gedanken, wie zum Beispiel, der Überzeugung, an der Attacke zu sterben, verschlimmert. Die Panikattacke ist meist von kurzer Dauer und hinterlässt keine bleibenden Schäden.

 

Generell spricht man von einer Panikattacke, wenn die folgenden Symptome auftreten:

 

  • Ein kurzes, aber intensives Gefühl der Angst
  • Mindestens eines der folgenden Symptome: Schweißausbrüche, Zittern, Mundtrockenheit, Herzklopfen, Hyperventilierten, Veränderung der Herzfrequenz
  • Brustschmerzen und Atembeschwerden
  • Übelkeit und Magenschmerzen
  • Benommenheit, Schwindel, Schwäche
  • Hitzewallungen oder Kälteschauer
  • Kribbelgefühle
  • Depersonalisation oder Derealisation (Betroffene nehmen sich oder ihre Umwelt als fremd wahr)

 

Die Ursachen einer Panikstörungen konnten noch nicht eindeutig belegt werden, allerdings geht man davon aus, dass genetische Anlagen bei der Entstehung der Krankheit eine wesentliche Rolle spielen. Eine Panikstörung tritt zudem häufig im Rahmen einer Phobie, Zwangsstörung oder posttraumatischen Belastungsstörung auf.

 

Außerdem werden die folgenden Faktoren häufig mit der Krankheit in Verbindung gebracht:

 

  • Ängstlichkeit
  • Stress
  • Traumatische Kindheitserfahrungen
  • Genuss von Substanzen, die Panikattacken auslösen können (Koffein, Alkohol, Drogen, Halluzinogene, verschiedene Medikamente).

 

Die Behandlung einer Panikstörung

 

Eine Panikstörung wird sehr erfolgreich mit einer kognitiven Verhaltenstherapie, die durch die Einnahme von Antidepressiva unterstütz wird, behandelt. Das Ziel einer solchen Therapie ist es, dem Patienten dabei zu helfen, seine Ängste zu überwinden, indem er sich in einem sicheren Umfeld der Konfrontation stellt. Ein weiterer wesentlicher Punkt ist das Erkennen und Beheben von Vermeidungsstrategien wie zum Beispiel, nie ohne Begleitung das Haus zu verlassen oder nicht mehr Bahn bzw. Auto zu fahren.