Verhaltenstherapie bei einer Depression

Depressionen sind in der Gesellschaft allgegenwärtig und es wird zwischen unterschiedlichen Formen einer Depression unterschieden. Manche Depressionen sind situationsbedingt und sie lösen sich mit der Veränderung der Situation auf. Andere Formen sind saisonabhängig- so sind sie z.B. auf Lichtmangel zurückzuführen. Alle Depressionsformen können mit einer Verhaltenstherapie behandelt werden.
 
 

Was ist eine kognitive Verhaltenstherapie? Wie funktioniert sie?

 
Die kognitive Verhaltenstherapie stellt ein psychologisches Behandlungsverfahren dar, das bei Depressionen mit oder ohne weitere Störungen mit großem Erfolg angewendet werden kann. Ausführende sind dabei ausgebildete Psychotherapeuten oder Psychologen. Ob der Patient in Einzel- oder Gruppentherapie kommt, entscheidet seine Situation.
 
Normalerweise wird eine kognitive Verhaltenstherapie in 25 bis 45 zeitnah beieinander liegenden Sitzungen durchgeführt. Bei stationär durchgeführten Verhaltenstherapien treten die Betroffenen 4-5 Mal wöchentlich zur Therapiesitzungen an. Bei ambulanter Verhaltenstherapie wird anfangs ca. einmal wöchentlich eine Sitzung anberaumt, anschließend einmal alle 2 Woche u.s.w. mit auslaufendem Charakter, um den Patienten zu stärken und mehr Trainingsmomente im Alltag wahrnehmen zu können. Ziel der therapeutischen Intervention ist die Wahrnehmung und Beeinflussung negativer Gedankengänge (Kognitionen). Werden die zugrunde liegenden Überzeugungen, Glaubenssätze und Haltungen verändert, kann die Depression erfolgreich behandelt werden. Grundlegend ist die aktive Bereitschaft des Patienten zur Mitarbeit.
 
Verhaltenstherapie bei DepressionenZu den Grundzügen einer kognitiven Verhaltenstherapie gehört die Festlegung der Therapieziele. Es wird erklärt, was eine Depression ist, wie sie funktioniert und behandelt werden kann. Der Patient wird aufgefordert, sich selbst zu beobachten und  bspw. ein Stimmungstagebuch zu führen. Es geht dabei um die individuelle Wahrnehmung der vorliegenden Probleme. Durch seine Protokolle kann der Betroffene Stimmungsveränderungen wahrnehmen, die im Tagesverlauf oder im Verlauf der Therapie auftreten.
 
Eigenverantwortlichkeit und aktive Teilnahme sind ein wichtiger Bestandteil der kognitiven Verhaltenstherapie. In den Sitzungen wird die Problemspirale untersucht. Sie beginnt mit destruktiven Gedanken, denen ein Rückzug ins Schneckenhaus folgt. Gefühle der Wertlosigkeit machen sich breit. Der Betroffene funktioniert zwar nach außen hin, ist aber überfordert. Ein gemeinsam entwickelter Tagesplan soll Struktur und positives Erleben ermöglichen. Die vereinbarten Aktivitäten stellen Trainingseinheiten mit positivem Erlebnisgehalt dar.
 
In den Sitzungen wird der Patient durch Gespräche ermutigt, Denkfehler, negative Gedankenmuster und Falschwahrnehmungen zugunsten konstruktiverer Sichtweisen zu korrigieren. Der Therapeut vermittelt den Klienten Strategien, die in Stress- oder Problemsituationen oder bei sozialen Interaktionen nützlich sind. Gegen Ende der Therapie wird der Klient an die ihm bewusst gewordenen Frühwarnzeichen depressiver Phasen erinnert. Er hat durch die kognitive Verhaltenstherapie gelernt, wie er damit umgehen kann.
 
 

Warum ist eine Verhaltenstherapie bei einer Depression sinnvoll?

 
Patienten mit leichten oder mittelschweren Depressionen medikamentös ruhigzustellen, erscheint angesichts der Erfolge der kognitiven Verhaltenstherapie als unangemessen. Die kognitive Verhaltenstherapie zeigt eine gute Wirkung bei Motivation und Mitarbeit. Sie erzielt ähnlich gute Erfolge wie eine medikamentöse Behandlung. Die Therapie mit Antidepressiva nimmt den Patienten aus seiner Eigenverantwortung. Sie macht ihn passiv. Inwieweit eine kognitive Verhaltenstherapie bei schweren klinischen Depressionen zusätzliche Wirkung zeigt, ist noch nicht hinreichend geklärt. Erwiesen ist jedoch, dass die kognitive Verhaltenstherapie bei atypischen Depressionen die gleiche Wirksamkeit entfaltet wie irreversible MAO-Hemmer.

Der Unterschied zur rein medikamentösen Therapie bei Depressionen liegt in den präventiven Strategien, die einen erneuten Rückzug in die Depression verhindern können. Auch depressive Patienten, die chronisch depressiv sind oder ihre Depression trotz Verhaltenstherapie nicht ausreichend bekämpfen konnten, profitieren von den Inhalten und Ansätzen der kognitiven Verhaltenstherapie.
 
 

Wie hilft die Verhaltenstherapie bei einer Depression?

 
Gemeinsam mit dem Therapeuten erkennt der Klient seine depressiven Gedankenmuster und die damit einhergehenden destruktiven Strategien. Er kann sie daher früher unterlaufen oder bewusst gegensteuern. Die kognitive Verhaltenstherapie möchte den Patienten von einer passiven Opferhaltung zur aktiven Mitwirkung bringen. In diesem Sinne leistet sie wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe.
 
 

Warum eine Depression unbedingt behandelt werden sollte

Depressionen sollten in jedem Schweregrad behandelt werden. Sie können durch ihre zunehmende Abwendung vom Lebendigsein bis (in schweren Fällen) in den Suizid führen. Depressionen nehmen den Betroffenen die Lebensfreude, die Eigenverantwortung und die Einsicht in die Änderbarkeit der Situation.

 

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